Hallo ich bin Petz.

Ich war in Alaska, im Yukon, in Inuvik, in den North West Territories und in British Columbia.
Mit dabei waren 'Sie', Petra und Jürgen. Von meinen Reisen möchte ich Euch nun hier berichten.

 

Dienstag, 1. September


Um 5 Uhr ist aufstehen und um 6 Uhr geht's los. Hans-Hubertus fährt uns nach Frankfurt. Wir kriegen keinen Fensterplatz, d. h. wir kriegen fast überhaupt keinen Platz, denn ich muss ins Gepäckfach!!!
Man stelle sich vor, ein Grizzlybär,der soviele Bucks für die Reise gespart hat, muss ins Gepäckfach!
Das fängt ja gut an. Ab und zu habe ich gehört, dass Sie aber auch nichts sehen, weil überall alles voller Wolken ist. In Calgary haben wir diesmal den Zwischenstopp, und danach bekomme ich sogar einen eigenen Platz. Als wir dann zur Landung in Vancouver ansetzen tun mir meine Ohren mächtig weh.
Ich weiss nicht was der Pilot falsch gemacht hat - aber es ist ganz schlimm. Jetzt geht es mit dem Bus zum Delta Airport Inn. Das kenn ich ja vom letzten Mal noch und da hab' ich dann gleich mit Fernsehen angefangen, aber dann bin ich doch ganz arg müde geworden, nach 26 Stunden wachsein, und ich habe bärig gut geschlafen.

Mittwoch, 2. September

Schon wieder so zeitig aufstehen und ab geht's zum Flughafen. Das ist ja ein ganz kleines Ding, das ist ja fast wie eine fliegende Strassenbahn. Aber ich kriege einen eigenen Sitzplatz, und zum Frühstück bekomme ich eine lila Blume. Ob die mich mit einer Biene verwechselt haben? Aber nein, denn die Stewardess sagt zu mir auf deutsch:" Teddybär muss angeschnallt sein." Die Rocky Mountains kann man nicht sehen, aber später sieht man ganz viele Berge mit etwas Schnee drauf. Sieht sehr gut aus.

Dieses Mal kann der Pilot prima landen. Weder bei der Zwichenlandung noch bei der in Whitehorse tun mir die Ohren weh! Hier zieht es ganz schön kalt, obwohl die Sonne scheint, und abgeholt werden wir auch nicht - Sie müssen erst zweimal anrufen. Der Vermieter ist ein Bärenarsch - es fehlen die wichtigsten Sachen im Camper - z.B. eine Axt und der Propangastank ist auch leer. Das Auto muss nochmal durchgecheckt werden. Sie schicke ich zum Einkaufen, hoffentlich vergessen Sie meine Sweets nicht. Um 5 Uhr geht es endlich los und nach 18 km fahren wir auf einen Campground mitten im Wald. Jürgen macht auch gleich ein Lagerfeuer, aber das hilft nichts gegen die vielen Moskitos, sonst ist alles bärig.

Donnerstag, 3. September

Also um halb 5 Uhr wurde es im Oberdeck schon unruhig - ich glaube mich rammt ein Elch - aber dann beruhigen Sie sich wieder und schlafen wenigstens bis halb 7. Kalt ist's, aber zum Frühstück gibt's warmen Kuchen, und dann geht's auf dem Klondike Highway Nummer zwei nach Carcross.
Die Sonne scheint und es weht ein bärig kalter Wind. Die Gegend ist ganz gut, aber sie wird noch viel besser, als da nämlich ein pechrabenschwarzer Bär auf der Strasse vor uns herläuft. Sie haben mal wieder so viel zu tun mit ihren Fotoapparaten, dass Sie gar nicht zum gucken kommen. Mein grosser Bruder schaut sich das Ganze aus dem Gebüsch heraus an. Na ja, ein Bild haben Sie ja doch noch zustande gebracht.

Die Strasse ist ganz schön holperig, und auf dem White Pass ist ganz dicker Nebel, und es fängt an zu regnen. An der amerikanischen Grenze wollen sie nichts von mir, na ja, in Alaska ist man halt an Bären gewöhnt. In Skagway passiert auch nichts Aufregendes mehr, aber schön ist dann die Fahrt zu einem Campground der ausserhalb liegt. Die Strasse ist ganz schmal und geht an einem Fjord entlang. Ein Lagerfeuer gibt es heute nicht, jedenfalls kein grosses, weil das Holz so nass ist, aber es ist auch ganz ungemütlich zum draussen sitzen - da geh ich lieber wieder in den Steppanzug - den hab' ich nämlich als Bärenschlafsack ausgesucht...

Visitor Info in Skagway.


Jetzt tun mir aber die Pfoten von der Tipperei weh. Wenn Ihr mehr von meinen Abenteuern lesen wollt, schickt mir ganz viele E.-Mails und ich verspreche Euch: Fortsetzung folgt.

Solltet Ihr eine Reise nach Canada planen: ich habe jede Menge Bärige Tipps.

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