Willkommen bei der Reise nach Inuvik .
Über Tok-Alaska nach Dawson- im Yukon.

Petz

Samstag, 16. Juli

Die Sonne scheint und es sind ganz wenig Wolken am Himmel. Obwohl wir schon um acht
losfahren, treffen wir keinen Bären, nur einen Hasen. Wir gucken unterwegs einen See an, dann so
eine Geröllhalde, die früher mal ein Gletscher war und dann kaufen wir in Haines Junction
Cinnamonrolls!
Jetzt sind wir wieder auf dem Alaska Highway. 'Sie' sagen, zum 5. mal fahren wir jetzt 'drauf rum
und es geht zum Kluane Lake. Schöne Berge gibt es hier und am Anfang vom See gibt's
eine Geisterstadt, aber die gefällt mir nicht, lauter alte vergammelte Hütten und 3 Busse voller
Touristen

Ghost Town

Wir fahren weiter am Kluane Lake entlang. Er ist 400 km im Quadrat groß und der Name ist indianisch und heißt: Großer, dicker Fisch. An unserem Campground machen wir wieder halt und suchen uns einen schönen Platz am See. Das Fireweed blüht hier ganz arg schön und das Wasser im See ist ganz klar und an den Tannenbäumen hängen wieder so viele Zapfen, daß sie ganz braun aussehen.

Kluane

Es gibt ganz viele Squirrels, Mäuschen, Jacks und auch ein paar Möven. Ein Squirrel ist ganz neugierig und läuft auf unserem Tisch 'rum und frißt aus der Hand. Ein Lagerfeuer machen wir auch und ich fühle mich bärig wohl. Am Abend kommen uns noch viele Jacks besuchen und die bekommen den angebrannten Kuchen und sind ganz happy.

Sonntag, 17. Juli

Es sind viele, graue Wolken da und ich glaube, es werden immer mehr je näher wir Alaska kommen!
Weiter geht es auf dem Alcan und manchmal ist's wie auf der Achterbahn, so geht's rauf und runter.
In Beaver Creek ist die Zollstation der Canadier und 30 km später kommt die von den Alaskanern.
Ich kriege von dem blöden Zollmann keinen Stempel in meinen Paß, obwohl er ihn mitnimmt. Wir fahren auf eine parking area und dann laufe ich mit der Petra zurück und wir fragen, ob ich nicht doch ein Sign in meinen Paß bekommen kann, aber der Blödmann sagt nur:
I don't think so!
Das fängt ja gut an und geht dann gleich so weiter. Als erstes fängt's an zu regnen, dann fehlt der
Alaska Highway plötzlich und es ist für 30 km nur noch eine große Schlammrutsche. Einmal rutscht der Camper auch ganz schön aus. Die Aussicht haben sie auch weggeräumt und auf dem Scenic Viewpoint ist das einzig Gute, daß es Pancakes gibt. Dann fahren wir wieder Achterbahn auf dem Alcan und Bären sehen wir auch keine. In Tok ist vieles anders als vor zwei Jahren, und auf dem Sourdough Campground verkaufen sie auch keine Pancakes mehr zum Frühstück. Es ist so naß und kalt, daß wir heute sogar heizen müssen.

alaska rain



Montag, 18 Juli

Also, irgendetwas stimmt hier mit der Zeit nicht. Wir haben zwar unsere Uhr an der 'Timezone' umgestellt aber es ist nochmal 1 Stunde früher und wenn wir dann in's Yukongebiet zurückkommen, klauen sie uns diese 2 Stunden wieder. Es regnet übrigens und der Petra ist heute früh immer etwas Nasses in's Gesicht getropft und als der Jürgen guckt, wo's wohl herkommt und die Lampenschale abmacht, ist die ganz voll Wasser. Ich wußte es doch, die spinnen hier - fließend Wasser aus der Lampe!!!
Nach dem Frühstück gehen wir Tok angucken und es regnet noch immer.

Dann fahren wir zum Taylor Highway und das ist eine schmale, schlammige Straße mit vielen Bumps und Kurven und es geht auch wieder rauf und runter, eben wie auf einer Achterbahn. Da, wo es Heidelbeeren geben soll, halten wir an und gucken, aber sie sind noch ganz klein und grün und deshalb gibt's auch keine Bären. Aber es gibt viel Wald und Büsche mit viel Wasser dazwischen und viel Wasser läuft über die Straße und macht große Seen drauf.

waterroad

Dann kommen wir in einen Ort, der hat 37 Leute und er heißt Chicken, das heißt Kücken.
Eigentlich hätte er ja Ptarmigan heißen sollen, aber sie konntens nicht buchstabieren und dann haben sie einfach aus dem Schneehuhn ein Kücken gemacht. Wir fahren auf einen Campground und der ist auch ganz schlammig. Ich habe fürchterlich Angst, daß ich in den Dreck falle, da siehst Du nämlich alt aus, danach!!
Zum Abendessen gibt es Bohnen und Nachrichten von der Deutschen Welle und in unserer Dusche, duscht es von alleine, durch den Fensterrahmen!

Chicken Chicken - Alaska

Dienstag, 19 Juli

Es regnet! Das Auto fühlt sich auch nicht wohl - es geht immer wieder aus. Frühstück gibt's auch keins und es war 6:30 Uhr als wir aufgestanden sind!
Wir fahren 40 km und dann kommt plötzlich im Nebel eine kleine Blockhütte zum Vorschein und da gibt es dann Frühstück, aber keine Pancakes. Gleich danach kommt dann die Grenze und die Seite von Alaska heißt Poker Creek und macht um 7:00 auf und die von Canada heißt Little Gold Creek und macht um 9:00 auf... und beide haben zur gleichen Zeit offen - das ist wieder wegen der Zeitzone. Ich bekomme von den Canadiern einen Stempel in meinen Paß, es war aber auch eine nette Beamtin.
Die Straße heißt 'Top of the Worl Highway' und er ist wirklich top of the world, nämlich mitten in den Wolken und die sind sehr naß! Gegen Mittag reißen sie plötzlich auf und dann kommt doch tatsächlich die Sonne 'raus. Wir fahren auf einen Campground am Yukon und der sieht ganz schön dreckig aus, der Fluß. Die Straße hört einfach am Ufer auf und geht auf der anderen Seite weiter und wenn man rüber will, weil da drüben Dawson ist, dann muß man auf die Fähre. Ich bleibe mit dem Auto auf dem Campground und die 'zwei' gehen nach Dawson. Sie bringen mir eine Urkunde mit meinem Namen drauf mit. Die Urkunde sagt, daß ich jetzt ein richtiger Sourdough bin.
Die beiden kamen klatschnaß zurück - es ging auch ein richtig schöner Gewitterregen runter und jetzt scheint wieder die Sonne und es ist ganz mild. Einen Regenbogen gibt es auch und der hat beide Enden im Yukon. Sie sagen, da wo der Regenbogen anfängt und aufhört, da liegt da liegt das Gold.

Dawson Dawson am Yukon und Klondike

Bis bald.

 

über viele E.-Mails freut sich Euer Petz

zur Abenteuerauswahl zur Abenteuerauswahl

Email Bear Mail to Petz
Abenteuer