Willkommen bei der Reise nach Inuvik .
Mit der Fähre nach Haines.

Petz

Hallo Freunde, ich bin wieder aus Canada zurück und möchte Euch erstmal meinen Kumpel vorstellen.
Einen Namen habe ich ihm nicht gegeben, er war einfach der Kumpel. Wir haben oft und lange miteinander gebrummt. Über dieses und jenes, und für den Winter haben wir ein Treffen vereinbart. Eigentlich muß er ja da schlafen, aber für mich will er schon mal aufstehen.

 

Aber nun, auf nach Alaska

Mittwoch, 13. Juli

Es regnet! Wir schwimmen fast schon ohne Fähre weg. Wecken ist um 5:30. Wir fahren zum Ferry
Terminal und müssen erst mal unsere Tickets abholen. Mit gemütlich Kaffee trinken ist auch nichts mehr, weil sie uns das Gas abdrehen und wir auch gleich zum Zoll fahren müssen.
Der Regen hört auf und es sieht aus, als wolle die Sonne rauskommen. 40 Minuten bevor es losgehen soll, dürfen wir mit dem Camper auf die Fähre und dann kommt die große Enttäuschung, unsere Cabine hat kein Fenster, ein richtiges Loch ist das. Zwar gibt es eine Dusche, aber was soll ich mit einer Dusche!!
Ab und zu kommen die Beiden mal vorbei und ich bekomme zu hören: die Sonne scheint, schöne Landschaft fährt vorbei, gute Sachen gibt es zu futtern, und wenn es hochkommt zeigen Sie mir mal ein Bild, was Sie gerade gemacht haben..... Ich bin so grantig, wie ein Grizzly nur sein kann!!!
Um vier Uhr halten wir in Ketchikan, und die Petra geht von der Fähre runter, aber außer Briefmarken bringt sie nichts mit. Sie hat die Mall nicht gefunden! Th!
Nach reichlich einer Stunde geht es weiter. Der Sonnenuntergang soll auch nicht schlecht gewesen sein. Um 23 Uhr halten wir in Wrangell und dann schlafe ich bis sie irgendwann, noch mitten in der Nacht sagen, daß wir jetzt in Petersburg seien. Na gut, ich dreh mich nochmal um in meinem Bärenbett, daß eigentlich eine Kleiderablage ist, aber mit Daunenparka für mich ganz brauchbar.

koje

 

Donnerstag, 14. Juli

Gegen acht Uhr rufen sie die ersten Wale aus. Gegen 12 Uhr sind wir dann in Juneau, der Hauptstadt von Alaska, aber sie halten in einem Hafen außerhalb der Stadt. Nicht mal ein ordentliches Schild haben sie hier das man fotografieren könnte, und pünktlich sind sie noch nie gewesen. So ist es auch heute. Wir fahren ewig nicht weiter. Das Wetter ist auch wieder besser geworden und die Landschaft sei so schön.

eldredrock
Kurz nach sechs Uhr sind wir in Haines und nach einer knappen Stunde dann endlich draussen. Die Sonne scheint! Zwar haben die Berge ein paar Wolken auf, aber man sieht blauen Himmel und wir fahren an einem grünen Fluß zu einem See, mitten in den Bergen. Der Campground ist im Wald und wir kriegen noch einen schönen Platz, und hier in Alaska kostet das nicht mal was. Viele Squirrels laufen rum und sie sind so frech, daß ich Angst bekomme! Ein großer Vogel mit blauschimmernden Federn fliegt rum und es gibt Heidelbeeren, die sind so groß wie Hasenkullern und es sind ganz viele .Die Büsche sind manchmal ganz blau. Bären soll es hier auch geben - also hier gefällt es mir sehr gut und um 23 Uhr ist es immer noch hell.

Freitag, 15. Juli

Es ist bärenstarkes Wetter. Ein bißchen Nebel hängt noch in den Tannen und es ist auch noch etwas kühl, aber der Himmel ist blau. Auf dem Weg nach Haines treffen wir 2 junge Weißkopfadler und zwei graue Reiher.
totem

In Haines gucken wir so ein paar Indianerpfähle an, dann gibt es ein paar Sweets und etwas Kuchen und 2 T-Shirts mit Bären drauf. Das vom Jürgen ist besonders lustig, da steht drauf:
I drove the Alaska Highway and I lived! Außerdem ist ein Camper, wie unserer, aufgemalt und die Mama Bär guckt in`s Upper Deck und Baby Bär sitzt im Gepäck auf dem Dach und aus dem Fenster guckt ein Moose, und der Driver sieht ganz fertig aus.
Dann geht's auf dem Haines Highway, vorbei an vielen, wunderschönen Bergen, kleinen Seen, manchmal durch Wald bis zum Zoll. Wir kommen jetzt nämlich wieder nach Canada. Der Zöllner sieht nicht gerade sehr freundlich aus und ich muss meinen ganzen Bärenmut zusammen nehmen um mit in die Zollstation hinein zu gehen. Ich staune nicht schlecht als ich dann einen Stempel in meinen Pass bekomme.
Weiter geht's zum Chilkat Summit, der höchste Punkt der Strasse und super Aussicht!
Zum Mittagessen stellen wir uns einfach neben die Strasse und bekommen Besuch von einem Kolibri. Später sehen wir dann noch einen Adler und viele, viele Groundsquirrels. Der Jürgen muss höllisch aufpassen weil die so dumm sind und einfach auf der Strasse sitzen wie eine Eins und glauben, sie sind stärker als wir. Wir nehmen den nächsten Campground und bei 30 Grad muss ich bald in den Schatten gehen. Doch am Abend wird es ziemlich kühl, nur noch 9 Grad. Um 23 Uhr kann man noch immer ohne Licht lesen.

Das war's für heute.

Bis bald.

 

über viele E.-Mails freut sich Euer Petz

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