Willkommen bei der Reise nach Inuvik .
Heute geht es nach Prince Rupert zur Fähre nach Alaska.

Petz

Samstag, 9. Juli

Es ist beim Aufwachen halb blauer Himmel und halb Wolken und nicht mehr so zeitig wie bisher.
Der Jürgen muss mal auf's 'Häuschen' und kommt Scheiße rufend zurück. Er hat einen Bären getroffen und zwar ganz nah! Ich bin sehr neidisch!!!
Aber plötzlich klopft der Jürgen an's Auto und die Petra rennt mit allen Fotomaschinen nach draussen und siehe da, mein schwarzer Bruder kommt ganz nahe an unserem Auto vorbei. Er ist wirklich pretty close, und ich habe schon Angst um die Beiden da draussen - aber denen hat auch die Hand gezittert, denn das Foto ist ganz verwackelt! Er läuft zum Nachbarn und beguckt sich in aller Ruhe das Zelt. Ich denke, wenn der jetzt gerade raus will guckt er dem Bären genau in's Auge. Aber der Nachbar schläft noch. Eigentlich schade.....Nachdem er noch die Feuerstelle untersucht hat verzieht sich Meister Petz wieder in die Büsche.

Baer Grill


Dann fahren wir nach Jasper, das ist der Ort, wo der Bahnhof wie eine englische Kneipe aussieht...
Es gibt auch eine Gondel mit der man auf den Berg fahren kann, aber es kommen zuviele Wolken.
Ich wäre ja sowieso nicht mit da hoch gefahren! Es geht weiter zum Mount Robson. Das ist der höchste Berg in den canadischen Rocky Mountains und deswegen hat er auch immer eine Wolkenmütze auf. Fahrt doch mal mit der Maus in's Bild und ich blase die Wolken für euch weg!

Weiter geht es durch ganz viel Wald und in der Mile Post steht 'Watch for Bears', aber ich sehe keinen. Am Goat River gibt es Kaffee, aber nichts dazu! Poor!!!
Nach einigen Regenschauern kommen wir auf den Purden Lake Campground, den ich auch schon kenne, denn hier waren wir schon einmal. Die Sonne kommt auch wieder 'raus und es gefällt mir sehr gut hier. Der Jürgen macht ein bärenstarkes Feuer, dass sogar zwei Regenschauer übersteht und Abendessen wird auf dem Feuer zubereitet und draussen gegessen.

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Sonntag, 10. Juli

Es trommelt mal wieder leicht auf's Camperdach - Regen!
Wir fahren erstmal zum dumpen, so nennt man das hier wenn der Camper mal scheissen muss.
Ich sass bisher immer mit auf der Vorderbank in der Mitte, da ich aber so schlecht rausgucken konnte habe ich mich heute wieder in meine Bärenschaukel gesetzt und von da oben habe ich einen guten Überblick, aber ausser einem Reh und einem Hasen habe ich nichts gesehen.
Schaukel

Gleich nach dem Campground fängt das flache Farmland an, mit ganz wenig Wald dazwischen und keine Berge. Auf den Wiesen und auch neben der Strasse blühen ganz viele weisse Blumen. Sie stehen so dicht, dass es manchmal aussieht, als ob es schneit. Dauernd kommen so blöde Regenschauer und die Wolken hören einfach nicht auf. Manchmal kommt auch ein bißchen Sonne und dann sieht man ganz in der Ferne wieder Berge. Das sind die Coast Mountains. Wir halten auf einer Wayside und es gibt Cinnamonspread auf's Brot. Das schmeckt gut.

 

Dann fahren wir auf einem Campground an einem See - auf dem landen kleine Wasserflugzeuge.


Es gibt auch viele Piepmätze hier und Squirrels und ein gutes Lagerfeuer. Ein Hummingbird, das ist ein ganz winzig kleiner Vogel mit einem langen dünnen Schnabel, holt sich sein Abendessen aus dem Fireweed das neben dem Camper blüht.

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Montag, 11. Juli

Es regnet und deshalb gibt es zum Frühstück wieder Pancakes. Wir fahren nach Smithers und zu den Twin-Water-Falls. Die Strasse hat viele Schlaglöcher und geht durch ganz dichten Wald der mir sehr gut gefällt. Ich gucke mir die Wasserfälle von meiner Bärenschaukel aus an. Die 'Zwei' laufen hinter und bringen mir einen Schneeball mit.
Am Moricetown Canyon stechen die Indianer Lachse. Die Hochzeit der Lachse kommt aber erst noch, doch einige gingen schon ins Netz.


Wir fahren auf einen Campground an einem kleinen See und unser Vorgänger auf dem Stellplatz muss eine Wildsau gewesen sein. Der Müll liegt in der Feuerstelle und noch Schlimmeres an einem Baum...
Nachdem wir aufgeräumt haben ist es gut hier. Ab und zu scheint die Sonne und ich kann sogar draussen auf dem Tisch sitzen. Nach dem Abendessen kommt da doch plötzlich eine fahrbare Bäckerei vorbei und da haben wir gleich bärig zugeschlagen: 6 Doughnuts und eine ganze grosse Cherrypie. Die Doughnuts gibt's gleich, die Pie heben wir uns für morgen früh auf.

Dienstag, 12. Juli

Als wir aufwachen ist es trüb, aber es regnet nicht. Zum Frühstück gibt es leckere Cherrypie - hmmm.
Als wir losfahren fängt es zu regnen an und wie! Alle Berge sind hinter den Wolken und man sieht bis Prince Rupert überhaupt nichts für sein Geld. Unterwegs überholen wir einen canadischen Zug und weil die doch so schön heulen, will der Jürgen eine Tonaufnahme machen und wir stellen uns ganz nahe an die Schienen und warten bis der Zug kommt, aber er hat heute seinen sparsamen Tag. Er tutet nur einmal kurz und als Jürgen dem Lokführer zuruft: once again, hupt er nochmal, aber auch nur kurz. Ich winke ihm ganz arg zu und er freut sich und lacht, aber die 'Heule' schaltet er nicht ein - Blödmann.

Als wir nach Prince Rupert kommen giesst es wie aus Kübeln und an der Fähre hat das Office schon zu. Der Campground sieht aus wie eine Lehmgrube und 10$ wollen sie dafür. Aber ich habe heute viele bunte Sweets bekommen und nach dem Abendessen gibt's den Rest der Cherrypie. Ich freue mich auf die Fähre und auf Alaska.
Davon berichte ich dann das nächste mal.
Bis bald Euer Petz. Jetzt gehe ich erstmal meinen grossen schwarzen Bruder besuchen. So sah er letztes Jahr aus, gerade mal ein Jahr alt. Ob er mich noch kennt?


über viele E.-Mails freut sich Euer Petz

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